von Jannes Lorenzen

Gründer, Strategie-Lead & Investor

veröffentlicht: 22. Januar 2023

Ein zeitloses Geschäftsmodell, Preissetzungsmacht, Profiteur vom Nachhaltigkeits-Trend, kontinuierliche Erlöse und 18% jährliche Rendite in den letzten zehn Jahren: Das alles bietet Waste Management, eines der größten Unternehmen der Abfallwirtschaft und eine der Lieblingsaktien von Bill Gates.

  • 📈 Stabilität & Preissetzungsmacht: Abfallwirtschaft braucht es immer, was die Erträge sichert. Dazu verschafft es Waste Management gerade in inflationären eine starke Preissetzungsmacht und stabile Margen.
  • 🌱 Nachhaltigkeit als Hebel: Das Deponiegas, das Waste Management produziert, gilt als erneuerbare Energieform. Recycling wird immer wichtiger und bietet damit Hebel für Waste Management, die es nutzen möchte.
  • 💰 Konsequente Kapitalrückfuhr: Waste Management hat die Dividende für 19 aufeinanderfolgende Jahre erhöht, kauft außerdem eigene Aktien zurück.
  • 👱‍♂️ Bill Gates als Großaktionär: Bill Gates besitzt knapp 8% am Unternehmen.
  • ⚠️ Höhere Bewertung: Der Kursanstieg der letzten Jahre ist auch auf einen Bewertungsanstieg zurückzuführen. Welche Rendite ist jetzt realistisch und woher könnte sie kommen?

Du erfährst in dieser Analyse, ob sich eine Investition lohnen könnte, ob die Waste Management Aktie überbewertet ist oder man die Waste Management Aktie jetzt kaufen kann, um langfristig zu profitieren.

  • Wie funktioniert das Geschäftsmodell wirklich? Gibt es einen dauerhaft beständigen Burggraben?
  • Zahlencheck: Wie entwickeln sich Erträge und Profitabilität?
  • Wie sieht die Zukunft und die eigene Strategie aus?
  • Gegenüberstellung der Stärken, Schwächen, Chancen & Risiken
  • Berechnung der konkreten Renditeerwartung und historischer Bewertungsvergleich

Die Analyse beruht auf aktuellsten Kennzahlen, dem Jahresbericht, der Investorenpräsentation (Mitte '22), den letzten Earnings Calls, Interviews der Führungsebene und mehr. Viel Spaß!

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Überblick & Investment-These

Waste Management wurde 1968 gegründet und ist das größte Unternehmen der Abfallwirtschaft in den USA. Damit ist es ein ziemlich zeitloses, relevantes und möglicherweise auch langweiliges Geschäftsmodell. Das muss einerseits aber nicht schlecht sein, andererseits gibt's durch höhere Nachhaltigkeitsansprüche durchaus Chancen.

Waste Management betreibt über 100 Recyclinganlagen sowie etwa 250 Mülldeponien. Das Gas, das aus diesen Deponien resultiert, wird wiederum aufbereitet und zur Stromerzeugung, als Brennstoff in der Industrie oder für Erdgasnetze genutzt. Dieses Deponiegas wird sogar als eine Form erneuerbarer Energie klassifiziert.

Ein Großaktionär mit knapp 8% ist niemand geringeres als Bill Gates.

Der Aktienkurs hat sich über die letzten Jahre stark und ziemlich stabil entwickelt. Aktuell liegt der Kurs ~20% unter dem Allzeithoch, das erst 2022 erreicht wurde. Für mich ist etwas erstaunlich, dass so ein stabiles Geschäftsmodell bei Ausbruch der Corona-Pandemie um fast 30% abgestraft wurde.

Waste Management selbst sieht drei Kerngründe für ein Investment:

  1. Marktführer, sowohl in Größe und Nachhaltigkeit
  2. Strategische Fokussierung auf niedrige Kosten, Technologie, Automatisierung, Nachhaltigkeit und diszipliniertes Wachstum
  3. Finanzielles Profil mit krisenresistenten Umsätzen, stabilem Free Cashflow, Kapitalrückfuhr an Aktionäre und einer starken Bilanz

Investment-These

Waste Management bietet ein defensives Geschäftsmodell, das finanziell gut und stabil aufgestellt ist und damit ein Sicherheitsanker für Depots darstellt. Darüber hinaus bietet der Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit Chancen, die die eher konstante Ertragsentwicklung steigern können.

Geschäftsmodell, Markt & Burggraben

Schauen wir uns einmal an, wie das Geschäftsmodell aussieht. Waste Management unterteilt es in vier Segmente:

  • Collection: Das Einsammeln und Abholen von Müll und wiederverwertbaren Materialien (bspw. von Müllsammelstationen oder Fabriken)
  • Transfer: Transport und Koordination des Mülls
  • Landfill: 260 Mülldeponien zur Lagerung.
  • Recycling: Aufbereitung und Verarbeitet des Abfalls.

Waste Management hat also eine stark vertikal integrierte Wertschöpfungskette. Etwa die Hälfte des Umsatzes stammt aus dem Collection-Geschäft, darin vorrangig von Geschäfts- und Industriekunden.

Waste Management ist vor allem in den USA, teilweise auch in Kanada, aktiv.

Die Besonderheiten des Geschäftsmodells:

  • Rezessionssicher, da Müllentsorgung essenziell ist
  • 75% der Umsätze sind wiederkehrend und damit planbar
  • Flexibilität bei Kosten und Investitionen, möglicherweise durch Technologie reduzierbar
  • Diversifizierte Kunden, selbst der größte Kunde macht weniger als 5% des Gesamtumsatzes aus

Meine Bewertung des Geschäftsmodells

Ein starkes Geschäftsmodell ermöglicht Wachstum, einen Burggraben und damit Differenzierbarkeit von der Konkurrenz, höhere Gewinnmargen und Preismacht.

Wie schneidet das Unternehmen in der Geschäftsmodell-Bewertung der Scorecard ab? Tiefergehende Erklärungen zu den Kriterien gibt's hier und hier.

Geschäftsmodell-Bewertung

Wiederkehrende Umsätze mit Lock-In

Wird wiederkehrender Umsatz mit hohen Wechselkosten erzielt?

75% der Umsätze sind wiederkehrend, einen hohen Lock-In Effekt sehe ich nicht.


Netzwerkeffekte

Wird das Produkt besser, je mehr Kunden es nutzen?

Nein.


Skaleneffekte (Economies of Scale)

Wird das Geschäftsmodell mit zunehmender Größe widerstandsfähiger? Wachsen Umsätze stärker als Kosten?

Um in dem Geschäft erfolgreich zu sein gibt es wohl einen zentralen Faktor: Skaleneffekte. Je größer ein Unternehmen, desto bessere Preise sollte es anbieten können, da es effizienter arbeiten kann. Waste Management hat diese Skaleneffekte. Es beherrscht außerdem die gesamte Wertschöpfungskette, sodass ein Großteil der Marge im eigenen Unternehmen bleibt.


Proprietäre Technologie

Besitzt das Unternehmen eigene Technologie oder Patente, die nicht einfach kopiert werden können?

Es gibt technologische Anforderungen, sei es die optimale Transportplanung oder die Aufbereitung. Hier sehe ich keinen Burggraben, glaube aber, dass Waste Management gut aufgestellt ist.


Marke (Branding)

Hat das Unternehmen eine starke Marke, die das Geschäftsmodell nach vorne bringt?

Waste Management ist als Marktführer bekannt, was wohl Türen öffnet, sonst aber nicht von Bedeutung ist.


Geschäftsmodell-Bewertung: 12 / 25

Zahlencheck

Ertragsentwicklung & Wachstum

Der Umsatz ist seit 2014 jährlich im Durchschnitt um 4% gestiegen, die operative Marge ist dabei gleich geblieben, die Nettomarge hat sich minimal verbessert.

Im jüngsten Quartal konnte das "adjusted operating EBITDA" um 11% über Vorjahr gesteigert werden. Der Umsatz lag 9% höher.

Profitabilität

  • Bruttomarge: 37%
  • Operative Marge: 17%
  • Nettomarge: 11,5%

Der Gewinn ist etwa gleichauf mit dem Umsatz gewachsen. Positiv sticht der Cashflow heraus, der den Gewinn konstant übersteigt. Es fließt also über Jahre hinweg noch mehr Geld dem Unternehmen zu als der Gewinn ausweist.

Dividenden & Kapitalverwendung

Seit 19 Jahren konnte Waste Management nicht nur jedes Jahr eine Dividende zahlen, sondern sie immer erhöhen, zuletzt auf 2,60 $ je Aktie. Die Ausschüttungsquote (nur auf Basis der Dividende) liegt bei ~40%.

11% des Umsatzes wurden zuletzt reinvestiert. Andere Investitionen gingen ins M&A-Geschäft, wo ADS für knapp 5 Mrd. Dollar akquiriert wurde. Außerdem wurden über die letzten drei Jahre für ~2 Mrd. Dollar eigene Aktien zurückgekauft, weitere 1,5 Mrd. Dollar waren genehmigt.

Also: Investitionen ins eigene Geschäft, Akquisition neuer Unternehmen, Dividenden und Aktienrückkäufe werden aus den eigenen Überschüssen getätigt.

Bonität

Waste Management nutzt signifikant Fremdkapital, der Verschuldungsgrad liegt bei über 300% und ist über die letzten Jahre leicht gestiegen. Da allerdings auch die Cashflows gestiegen sind, ist das Verhältnis recht konstant.

Die Bonitätsratings sind gut, aber nicht überragend. Die Erträge selbst sind sehr stabil, vermutlich wird daher eben diese Verschuldung der Grund sein, warum es Abstriche gibt.

Factsheet

Factsheet

TTM (= letzte 12 Monate). 3J = 3-Jahres-Durchschnitt. 'e' = erwartet. 'YoY' = im Jahresvergleich.

Die Eckdaten

  • Land: USA
  • Branche: Abfallwirtschaft
  • Marktkapitalisierung: 62 Mrd. USD
  • Enterprise Value: 76 Mrd. USD
  • Umsatz: 19,4 Mrd. USD
  • Ergebnis: 2,3 Mrd. USD
  • Free Cashflow: 2 Mrd. USD

Bewertung

  • KUV: 3,3
  • KGV: 29
  • KGVe: 25
  • KCV: 14
  • PEG-Ratio: 2,5

Qualität & Wachstum

  • Verschuldungsgrad: 330%
  • Bruttomarge: 37%
  • Operative Marge: 17%
  • Nettomarge: 11,5%
  • Umsatzwachstum: 9% YoY (Q3 '22), 6% p.a. (3J), 4% (10J)

Zukunft & Strategie

Waste Management ist kein Wachstumsunternehmen. Es steht für Beständigkeit und solides Wirtschaften. Nichtsdestotrotz gibt es einige Wachstumstreiber:

  • Preis- und Volumenerhöhungen. Hier gefällt mir die Preissetzungsmacht, die Waste Management dadurch hat, dass die Dienstleistung unverzichtbar ist.
  • Durch Technologie Kosten senken und Wachstum erhöhen. Klingt gut, kann klappen, aber das ist in der Praxis oft schwerfälliger als gedacht (wie zuletzt in der Allianz Aktienanalyse gesehen).
  • Über Nachhaltigkeit wachsen - mehr dazu gleich.
  • Strategisch andere Unternehmen akquirieren. Sinnvoller Weg, zumindest wenn er vorsichtig genutzt wird.

In Summe gibt es viele kleinere Hebel.

  • Volumen erhöhen durch Investitionen in USA & Kanada, Zusammenarbeit mit Partnern intensivieren, Kündigungsquote reduzieren
  • Ausgaben für Infrastruktur und nachhaltige Services
  • Makroökonomische Faktoren: Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, steigende Abfallmengen und höhere Konsumausgaben

Preissetzungsmacht

Die Preise sind zu 60% frei gesetzt, zu 40% basierend auf Preisindizes (ähnlich der Inflation). Gerade im Jahr 2021 und der ersten Jahreshälfte 2022 hat das zu deutlicheren Preisanstiegen zwischen 4 und 7% geführt, die für Waste Management einen Umsatzanstieg darstellen.

Irgendwo ist dadurch die Preissetzungsmacht nach oben begrenzt, auf der anderen Seite kann Waste Management höhere Kosten durch Inflation so direkt weitergeben.

Nachhaltigkeit

Für eine sauberere Welt gibt es unterschiedliche Anforderungen und Wege, die auch Waste Management unterstützten möchte:

  • Recycling bedeutet (im Optimalfall) weniger Abfälle und geringeren Materialeinsatz, damit weniger verbrauchte Ressourcen.
  • Aus den Mülldeponien entstehen Gase, die als erneuerbare Energiequelle gelten. Diese möchte Waste Management ausbauen.
  • Waste Management will Kunden bei der Müllentsorgung unterstützen und beraten, selbst besser im Prozess werden.

Die Initiative, die ich am spannendsten finde, ist die der Deponiegase (LFG).

Waste Management wird damit auch zu einem Anbieter regenerativer Energien. Heute macht das Geschäft 1 - 2% des gesamten Umsatzes aus. Bisher gibt es fünf Anlagen, 17 neue sind in Planung.

Die Investitionen sollen bei ~800 Mio. Dollar liegen, das jährliche operative EBITDA daraus bis 2026 bei 400 Mio. Dollar. Zum Vergleich: Der Umsatz liegt heute bei ~19 Mrd. Dollar. Das klingt nach einer rentablen Investition, aber ist immer noch weit von einem sprunghaften Wachstum entfernt.

Finanzielle Ziele

Zuletzt wurde die Guidance bestätigt, die davor in Q2 '22 für das Geschäftsjahr gegeben wurde:

  • Umsatzwachstum: 10% YoY
  • Operative EBITDA-Marge: 28,1% (etwa auf 2021er Niveau)
  • Free Cashflow: >2,15 Mrd. Dollar

SWOT-Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen & Risiken

Bewerten wir nun das Geschäftsmodell und schauen auf die Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen.

Stärken

Fassen wir die Stärken zusammen, die wir im Geschäftsmodell identifizieren konnten.

  • Stabiles Geschäftsmodell mit kontinuierlichen, zu 75% wiederkehrenden Erträgen
  • Preissetzungsmacht und teilweise inflationsindexierte Preise
  • Burggraben durch Skaleneffekte
  • Hoher Cashflow, der deutlich über dem Ergebnis liegt
  • Solide Gewinnmargen für ein so kapitalintensives Unternehmen: Die Nettomarge liegt meistens über 10%, die operative Marge über 17%.

Schwächen

Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Fassen wir die Schwachstellen des Unternehmens zusammen.

  • Langsames Wachstum
  • Relativ hohes Verschuldungsniveau, wenn auch aktuell nicht bedrohlich, da auch Cashflows mit gestiegen sind. Insgesamt verringert das aber den finanziellen Spielraum.

Chancen

Wo liegen die Chancen für das Unternehmen, um zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern?

  • Effizientere Organisation durch Technologie (niedrigere Kosten, effizientere Planung) sowie in Q3 '22 angekündigtes Streichen von ausgeschriebenen Stellen
  • Steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Recycling
  • Mehr Konsum bedeutet (leider) mehr Abfälle, sofern dieser Trend stabil bleiben sollte
  • Wachsende Weltbevölkerung und Wirtschaftswachstum als Rückenwind

Bedrohungen

Es gibt bei jedem Unternehmen Risiken wie eine schwächelnde Wirtschaft, operative Fehlentscheidungen, politische Eingriffe und andere. Hier geht's nun viel mehr darum: Was könnte speziell das hier gezeigte Geschäftsmodell gefährden oder das Wachstum hemmen?

  • Zinsanstieg: Waste Management hat einen hohen Fremdkapital-Anteil, die Zinsen sind nun gestiegen. Laut Earnings Call Q3 '22 sind aber nur 19% von variablen Zinsraten betroffen. Über die nächsten Jahre könnten aber günstigere durch teurere Kredite abgelöst werden. Die Nettofinanzverschuldung liegt bei ~14 Mrd. Dollar, ein Zinsanstieg von 1 Prozentpunkt bedeutet daher Zusatzkosten von 140 Mio. Dollar pro Jahr, was das EBIT um 4% verringern würde. Also: Überschaubarer Effekt, der aber das Wachstum eines normalen Jahres egalisieren könnte.

Aktienbewertung & Renditeerwartung

Wir haben uns jetzt ein umfangreiches Bild des Unternehmens verschafft. Schauen wir abschließend auf die Aktie, bringen Qualität und Bewertung zusammen und ziehen ein Fazit.

Berechnen wir dafür die zu erwartende Rendite. Kann ich diese hellsehen? Nein, definitiv nicht. Wir können aber das Chance-Risiko-Verhältnis auf Basis der Analyse abschätzen und in konkrete Zahlen gießen.

Dafür kalkuliere ich drei Szenarien: Ein pessimistisches, ein optimistisches und das Szenario, das ich im Mittel erwarte. Auch Ausreißer nach unten oder oben sind immer möglich.

Für die Ermittlung des fairen Werts (alle Erläuterungen dazu über diesen Link) habe ich im mittleren Szenario folgende Annahmen über einen Zeithorizont von 10 Jahren getroffen:

Umsatzwachstum

Das Umsatzwachstum nähert sich in der Berechnung vom kurzfristigen schrittweise an das langfristige Wachstum über 10 Jahre an.

  • Umsatzwachstum zuletzt: 6% p.a.
  • Management-Prognose: -
  • Analystenerwartung: 5,5% p.a.
  • Meine kurzfristige Annahme: 6% p.a.
  • Meine langfristige Annahme: 4% p.a.

Nettomarge

Die Nettomarge liegt heute bei 11,5%, die operative Marge bei 17%. Ich nehme langfristig ähnliche 12% an.

Bewertungsniveau

Das Bewertungsniveau von Waste Management ist über die letzten zehn Jahre schrittweise gestiegen. Je nach Metrik ist die Aktie heute 30 - 80% teurer bewertet. Seit Jahren liegt das KGV meist über 20.

Heute ist die Aktie mit einem KGV von 29 und einem KGVe von 25 bewertet. Angesichts des niedrigen Wachstums und der historisch niedrigeren Bewertung gehe ich von einem Rückgang des Bewertungsniveaus aus. Ich nehme langfristig 20 an, was leicht überdurchschnittlich ist und aus der hohen Stabilität resultiert.

Sonstiges

Waste Management schüttet per Dividenden und Aktienrückkäufe ~50% des Gewinns an Aktionäre aus.

Meine Renditeerwartung

Renditerechner-Tool

Berechnung der Renditen in drei Szenarien. Erklärung hier. Zahlen in Heimatwährung. Aktienticker: WM.

Status Quo » Die Zahlen heute

Möglichst der letzten 12 Monate, also TTM (Trailing Twelve Months), um die aktuellsten Daten zu nutzen.
Anteil am Gewinn, der als Dividende ausgeschüttet, per Aktienrückkauf oder per Schuldentilgung an Aktionäre zurückgeführt wird. Bei Wachstumsunternehmen oft 0%.

Zukunft » Annahmen zur Wertentwicklung

Die kurzfristigen Werte nähern sich über einen 10-Jahres-Horizont an die langfristigen an.

↘︎
↗︎
Wachstum
kurzfristig, in % Wie stark ist das Umsatzwachstum im nächsten Jahr?
Wachstum
langfristig, in % Wie hoch wird das Umsatzwachstum in 10 Jahren erwartet?
Nettomarge
kurzfristig, in % Wie hoch ist der Nettogewinn im Verhältnis zum Umsatz heute?
Nettomarge
langfristig, in % Wie hoch ist der Nettogewinn im Verhältnis zum Umsatz in 10 Jahren? Indikatoren: Heutige Nettomarge, EBIT-Marge & Free Cashflow Marge.
KGV
langfristig Wie hoch wird das Unternehmen in 10 Jahren - auch beruhend auf den anderen Annahmen - fair bewertet sein? Je stärker die Zahlen & das Geschäftsmodell, desto höher die mögliche Bewertung.
Umsatz
Marktkapitalisierung
Wertsteigerung
Shareholder Yield
Gesamtrendite
Fairer Aktienkurs
Margin of Safety

Keine Garantie für die Zukunft.

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Die Scorecard

StrategyInvest Scorecard

Je Kategorie bis zu 25 Punkte. Insgesamt 20+ Kriterien.

17
Qualität

Profitabilität, Bilanz & Risiken

12
Geschäftsmodell

Burggraben, Alleinstellung & Preismacht

4
Wachstum

Umsatz, Gewinne & Rule of 40

13
Bewertung

KUV, KGV & weitere

46

Gesamtscore

Mittel 😐

Pro, Contra & Fazit: Aktie jetzt kaufen?

Pro

  • Stabile und kontinuierliche Erträge
  • Preissetzungsmacht in aktueller Phase mit automatischen Preisanpassungen bei Inflation
  • Wachstumsmöglichkeiten (wenn auch auf niedrigerem Niveau)
  • Konsequente Kapitalrückfuhr über Dividenden & Aktienrückkäufe

Contra

  • Im historischen Vergleich hohes Bewertungsniveau
  • Langsames Wachstum, selbst durch Nachhaltigkeitsinitiativen

Checkliste

In jedem Fall gilt: Beachte die folgenden Punkte, bevor du diese oder eine andere Aktie kaufen solltest.

Checkliste vorm Aktienkauf (auf- und zuklappen)

Es kann viele Gründe, eine Aktie spannend zu finden und kaufen zu wollen. Vor dem Kauf gibt es eine Handvoll Fragen, die du dir stellen solltest, um Enttäuschungen und Anfängerfehler zu vermeiden:

  1. Verstehst du das Geschäftsmodell?
  2. Hast du dich mit den Risiken des Unternehmens beschäftigt?
  3. Hast du dich mit den Risiken der Aktie beschäftigt?
  4. Passt die Aktie in dein Depot? (hinsichtlich Klumpenrisiken)
  5. Verstehst du, dass es beim Investieren nie um Garantien, sondern Wahrscheinlichkeiten geht - so auch bei dieser Analyse und jedem Aktienkauf?

Ausführliches Hintergrundwissen bekommst du in der Know-How Sektion und der Academy.

Mein Fazit

Klar ist: Waste Management ist keine Aktie für diejenigen, die viel Wachstum oder Chancen auf schnelle Vervielfachung wollen. Die Aktie ist stabil, wächst langsam und konstant, aber auch etwas höher bewertet.

Damit hat sie über das letzte Jahrzehnt eine starke Rendite geliefert. Diese Rendite entstand einerseits durch leichtes Wachstum im Umsatz und den Gewinnen, durch daraus finanzierte Dividenden und Aktienrückkäufe, aber auch durch einen Anstieg der Bewertung. Letzteres sehe ich in Zukunft kaum noch, da ich die Bewertung heute schon recht teuer finde.

Bleibt allein die fundamentale Entwicklung als Renditequelle. Hier gibt es Chancen, die das Wachstum aber nicht enorm befeuern werden. Insgesamt ist und bleibt die Aktie solide, für mich aktuell etwas zu teuer. Sollte sie günstiger werden, ist sie aber eine spannende Qualitätsaktie.

Disclaimer: Die Inhalte stellen keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlungen dar, sondern spiegeln nur meine persönliche Meinung wider. Jede Investition ist mit Risiken verbunden, die du selbst prüfen musst. Es gibt keine Garantien. Ich kann selbst in besprochene Aktien investiert sein. * Bei Partnerlinks erhalte ich ggf. eine Provision.

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Ich bin Jannes, Jahrgang 1993 und Gründer von StrategyInvest. Seit 2011 investiere ich an der Börse. Damals habe ich mein VWL-Studium mit Finanzschwerpunkt erfolgreich absolviert und bin nun seit mehreren Jahren in der Digital- und Techbranche aktiv, aktuell als Product & Strategy Lead. Ich kenne daher Investieren, Technologie und Unternehmertum aus wissenschaftlicher Sicht, aber auch aus der Praxis. Die Erkenntnisse daraus teile ich hier.

Online-Kurs zur Aktienbewertung: Aktienbewertung-Masterclass →

Wo ich Aktien & ETFs kaufe: Meine Empfehlungen →

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Auszug aus dem Manifest:

Regel #13: Wir widerlegen unsere eigenen Ideen.

Gute Ideen hat jeder. Die wenigsten schaffen es aber, eigene Ideen selbst zu widerlegen und die Gegenseite einzunehmen. Wir fragen uns: Was spricht gegen meine These? Warum könnte ich falsch liegen? 

„Du musst dich zwingen, gegensätzliche Argumente zu erwägen. Besonders, wenn sie deine liebsten Ideen in Frage stellen.“ - Charlie Munger

zum kompletten StrategyInvest Manifest »

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