Jannes Lorenzen

veröffentlicht; 28. März 2021

hat den Musik- und Audio-Markt maßgeblich revolutioniert:

Früher mussten Platten gekauft werden, um Musik über einen Plattenspieler hören zu können. Irgendwann kam die CD. Dann gab es MP3-Player und den iPod, über die man Musik digital hören konnte.

Was alle diese Konzepte gemeinsam hatten: Man musste die Musik besitzen – entweder als Platte, als CD oder auf dem MP3-Player.

Heute hebelt Spotify – mit anderen Konkurrenten – dieses Konzept aus. Niemand muss die Musik besitzen, sondern kann sich den Zugang zu einer riesigen Musik- und Audio-Bibliothek sichern.

Die disruptive Kraft dieses Wandels ist enorm. Wir schauen uns heute an, ob Spotify auch ein interessantes Investmentziel ist. Viel Spaß!

Überblick: Spotify als Unternehmen

Das Unternehmen

Spotify wurde 2006 in Schweden gegründet und wird noch heute vom Gründer Daniel Ek geführt.

Spotify kann durchaus als Disruptor bezeichnet werden: Die Musikindustrie, die davor auf dem Verkauf von CDs und mit illegalem Streaming zu kämpfen hatte, wurde komplett umgekrempelt. Nun steht legales Streaming durch Dienste wie Spotify im Vordergrund.

Es geht nicht mehr darum Musik zu besitzen, sondern kostenlos oder über einen monatlichen Betrag Zugriff auf den Großteil der Musik zu bekommen. Mittlerweile gehört nicht nur Musik zum Portfolio, sondern bspw. auch Podcasts.

Produkt & Geschäftsmodell

Spotify ist im Audio-Streaming Markt unterwegs. Das bedeutet: Musik, Podcasts und teilweise auch Hörbücher kann der Nutzer von überall auf Spotify hören. Die Musik muss nicht mehr gekauft werden, sondern kann entweder (1) über ein kostenpflichtiges, werbefreies Abo (für 10€ oder 15€ als Familienzugang in Deutschland) oder (2) über einen kostenlosen, werbefinanzierten Zugang gehört werden.

Spotify konkurriert dabei u.a. mit Music, Music und anderen, ist dabei aber der Marktführer. Mehr zur Konkurrenz gleich.

Aktienkurs

Der Aktienkurs hat sich lange seitwärts bewegt, ehe er sich etwa ab 2020 mehr als verdoppelt hat. Diese Analyse habe ich übrigens erstmals im März 2020 veröffentlicht und mich selbst entschieden in die Spotify-Aktie zu investieren. Bis heute war das eine gute Entscheidung, wie der Kursverlauf zeigt:

Factsheet

Die Eckdaten

Alle Zahlen, wenn nicht anders angegeben, TTM (= letzte 12 Monate) und in der jeweiligen Landeswährung.

  • Marktkapitalisierung: 42 Mrd. EUR
  • Umsatz: 8 Mrd. EUR
  • Ergebnis: -0,6 Mrd. EUR
  • Free Cashflow: 0,2 Mrd. EUR
  • Land: Schweden

Bewertung

  • KUV: 5
  • KGV: –
  • KGVe: –
  • KCV: 160

Qualität & Wachstum

  • Verschuldungsgrad: 20 %
  • Bruttomarge: 26 %
  • Nettomarge: -7 %
  • Umsatzwachstum (letzte 3 Jahre): 24 % p.a.

Schauen wir uns nun an, was hinter diesen Zahlen steckt.

Geschäftsmodell von Spotify analysiert

Wie sieht das Geschäftsmodell konkret aus, wie wird also aktuell Geld verdient? Und welche Strategie wird angesichts der aktuellen Chancen und Herausforderungen verfolgt?

Spotify ist ein 2-seitiger Marktplatz: Auf der einen Seite steht das Angebot an Musik & Podcasts von Künstlern. Auf der anderen Seite steht die Nachfrage, in Form von Hörern. Das Konzept von Spotify beruht darauf, beide Seiten auf einer zentralisierten Plattform zusammenzuführen.

Spotify hat in 2020 einen Jahresumsatz von ca. 8 Mrd. Euro erzielt. Dieser ist über die letzten Jahre im Schnitt um 25 % jährlich gewachsen.

Schauen wir uns genauer an, wie sich dieser Umsatz zusammensetzt.

Spotify hat zwei Erlösquellen: (1) Premium-Abos und (2) die kostenlose, werbefinanzierte Version.

Daher ist es sinnvoll, diese vier Faktoren zu unterscheiden:

  1. Wieviele Nutzer nutzen welche Variante?
  2. Wie groß ist der Umsatz welcher Variante?
  3. Wie hoch ist, daraus resultierend, der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer?
  4. Wie hoch ist die Brutto-Gewinnmarge von Spotify in den jeweiligen Varianten?

Die Zahlen, die ich dafür heranziehe, stammen aus dem letzten Geschäftsbericht für das Jahr 2020.

#1: Nutzer

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Tags: Audio-Streaming, Spotify | Aktien: Spotify

Die Inhalte stellen keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar, sondern spiegeln nur meine persönliche Meinung wider. Jede Investition ist mit Risiken verbunden, derer du dir vorher bewusst sein musst.

Für deinen Wissensaufbau: Glossar (mit Begriffserklärungen) | Videokurs | How To: Aktien bewerten

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Auszug aus dem Manifest:

Regel #6: Wir sind geduldig.

Viele Dinge brauchen einfach Zeit. Sie lassen sich nicht übers Knie brechen. Auch Aktien können kurzfristig irrationale Richtungen einschlagen. Wer fundamentale Unterbewertungen feststellt, braucht Geduld, bis der Markt diese überhaupt erkennen kann. Ständiges Überprüfen von Aktienkursen hilft dabei nicht. Wir geben unseren Aktien Zeit um zu wachsen.

zum kompletten StrategyInvest Manifest »

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