Scorecard

von Jannes Lorenzen

In Aktienanalysen verwende ich ein Template, in welchem ich die wichtigsten Informationen gebündelt für dich darstelle. Hier bekommst du die Erklärungen zu den vier Elementen der Grafiken, also zu:

  • den verwendeten Kennzahlen und deren Kennzahlen
  • die Erklärungen zum Geschäftsmodell
  • den Überlegungen, die hinter der SWOT-Analyse stecken
  • der Scorecard und wie du diese interpretierst

Eins vorweg: Die Konzepte dahinter – die Kennzahlen und deren Aussagekraft, der Aufbau eines Depots mit Aktien und die Faktoren der Scorecard – erkläre ich ausführlich in der Aktienrebell Academy.

So sieht eine beispielhafte Aktienanalyse als Grafik aus:

Die obere Hälfte, Teil 1 und 2, bereitet bestehende Fakten anschaulich und kompakt auf. Die untere Hälfte, Teil 3 und 4, sind der Analyse- und Bewertungsteil.

Teil 1: Kennzahlen

Die Kennzahlen geben kompakt die wichtigsten Fakten der Aktie wieder. Sie stammen in der Regel von Morningstar, den unternehmenseigenen Geschäftsberichten oder, bspw. beim prognostizierten Gewinnwachstum, Yahoo Finance.

Teil 2: Geschäftsmodell

Die meisten Unternehmen verdienen ihr Geld mit unterschiedlichen Sektoren. Es ist wichtig, diese zu verstehen, ihre Relevanz fürs Unternehmen einordnen zu können und das Wachstum der jeweiligen Segmente mit einzubeziehen.

Teil 3: SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse dient der strategischen Analyse. Sie untersucht die Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) eines Unternehmens.

Ich habe sie hier leicht vom klassischen Lehrmodell modifiziert, um sie besser an die Aktienanalyse und -bewertung anzupassen.

Hier zählt nicht die reine Anzahl an Punkten, sondern auch deren Gewichtung. Gerade hier lohnt sich der Blick in die ausführlichere Aktienanalyse, da ich dort ausführlicher auf die jeweiligen Punkte eingehe.

Teil 4: Scorecard

Die Scorecard fasst alle bisherigen Informationen und Schlussfolgerungen zusammen. Darin vergebe ich für jeden Faktor einen bis fünf Punkte, wobei immer gilt: Je mehr Punkte, desto besser.

Die Faktoren beruhen auf wissenschaftlichen Studien und ähneln den Faktoren, die einer der weltweit führenden Indexanbieter MSCI nutzt. Sie versprechen entweder mehr Rendite, mehr Sicherheit oder ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis, als wenn du nur in den gesamten Markt investieren würdest.

In der Regel gilt: Je höher die Qualität und das Wachstum eines Unternehmens ist, desto teurer ist es bewertet (und umgekehrt).

Für einen gut diversifizierten Depotaufbau ist es hilfreich, wenn du Aktien in deinem Depot hast, die in den jeweiligen Faktoren unterschiedlich ausgeprägt sind. Das bedeutet: Du hast sowohl kleinere als auch größere, sowohl Value- als auch Growth-Aktien, sowohl riskantere als auch sichere Aktien usw. in deinem Depot.

Das Ergebnis…

…ist ein faktenorientierter Überblick, ein besseres Verständnis für das Unternehmen, für die Chancen und Risiken sowie das Zusammenbringen der relevanten Faktoren, damit du eine gut informierte Anlageentscheidung treffen kannst.