von Jannes Lorenzen 

5. Juli 2020

Ein Aktienkauf besteht aus zwei Faktoren: Der Wert eines Unternehmens und der Preis, den man dafür zahlt.

Dabei gibt es viele Unternehmen, die großartig sind. Sie haben starke Geschäftsmodelle, solide Bilanzen, wachsen stark und werden voraussichtlich die Zukunft mit prägen. Aber: Diese Aktien sind auch nicht zu den günstigsten Bewertungen zu haben. Das ist der Grund, warum ich diese Aktien (noch) nicht im Depot habe, was sich aber hoffentlich noch ändert.

Genau von diesen Aktien möchte ich dir heute einige vorstellen. Es ist keine vollumfassende Analyse, soll dir aber Inspiration, Einblicke und das Verständnis für spannende Geschäftsmodell und hochqualitative Aktienunternehmen liefern. Legen wir los!

Salesforce: B2B-Software für Akquise

Geschäftsmodell

Salesforce bietet Software für Geschäftskunden an: Fürs CRM (Kundenmanagement), für die Akquise neuer Kunden, für die Datenvisualisierung (Tableau) und mehr. Kunden zahlen in der Regel in einem monatlichen Abo-Modell und erhalten online Zugriff auf die Software. Damit gehört Salesforce in die Sparte „Software as a Service“ (Saas) und „Platform as a Service“.

Den Kern stellt das CRM dar. Was steckt dort vereinfacht drin?

Alles mögliche. Ansprechpartner von Partnerfirmen, Kontaktverläufe, Wahrscheinlichkeiten zur Akquise, Rechnungsbeträge, E-Mail Adressen, Telefonnummern und alles, was der Kundenbindung, der Akquise und dem Marketing hilft.

Kennzahlen

Alle Zahlen, wenn nicht anders angegeben, TTM (= letzte 12 Monate).

Die Eckdaten

  • Marktkapitalisierung: 170 Mrd. USD
  • Umsatz: 18,2 Mrd. USD
  • Gewinn: -0,17 Mrd. USD (TTM), 0,13 Mrd. USD (2020)
  • Free Cashflow: 3,42 Mrd. USD (TTM)
  • Land: USA

Bewertung

  • KUV: 9
  • KGV: –
  • KGVe: 64
  • KCV: 39
  • PEG-Ratio: 3,2

Qualität & Wachstum

  • Verschuldungsgrad: 17 %
  • Bruttomarge: 75 %
  • Nettomarge: -0,9 %
  • Umsatzwachstum (letzte 3 Jahre): 26,5 % p.a.
  • Gewinnwachstum (letzte 3 Jahre): 24 % p.a.

Stärken des Geschäftsmodells

  1. 1Sehr hohe Bruttomargen mit konstant 73 – 80 % über die letzten Jahre.
  2. 2Hohe Wechselkosten: Salesforce bündelt enorm viele Daten über bestehende Kunden, die bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter verloren gehen oder enorm viel Arbeit bedeuten würden.
  3. 3Zutaten großer Unternehmen: Hohe Skalierbarkeit, Internationalisierbarkeit, Abo-Modell, digital.
  4. 4Eigene Plattform: Wie bei SAP gibt es eigene Beratungen und Agenturen, die auf Salesforce spezialisiert sind.
  5. 5Weitestgehend unabhängig von branchenspezifischen Risiken.
  6. 6Kaum verschuldet.
  7. 7Gehört zu den Top 10 der meist bewundertsten Unternehmen der Welt.

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